Konferenz über Widerstände in der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt
Die Stiftung Schwules Museum lädt am 23. und 24. Oktober 2025 zur Konferenz „(Mit) Widerstände(n) umgehen: Ein Update zur queeren Aufarbeitung“ ein. Ziel der zweitägigen Veranstaltung ist es, die stockende Auseinandersetzung mit der historischen Nähe queerer Bewegungen zu „pädo-aktivistischen“ Positionen kritisch zu beleuchten und kollektiv weiterzuführen.
Bis heute fehlen in vielen Teilen der queeren Community tiefgreifende Aufarbeitungsprozesse zu diesem schmerzhaften Kapitel. Institutionen wie das Schwule Museum, die HuK oder das Forum Queeres Archiv München haben erste Schritte gewagt – doch oft unter großem Widerstand und ohne breite Resonanz in der Community. Die Konferenz setzt genau hier an: Sie schafft Raum für Austausch, Reflexion und strategische Vernetzung derjenigen, die sich aktiv mit queerer Vergangenheit auseinandersetzen.
Im Fokus stehen neben der Präsentation aktueller Projekte auch Fragen nach kollektiver Verantwortung, erinnerungspolitischer Einbettung und dem Umgang mit inneren wie äußeren Widerständen. Diskutiert wird u. a., wie Institutionen ihrer Rolle gerecht werden können und welche Kräfte versuchen, kritische Aufarbeitung zu verhindern oder zu marginalisieren.
Ein besonderes Format bildet der Abend „Unter uns: Zeitzeug*innen im Gespräch“, der in geschütztem Rahmen zur differenzierten Auseinandersetzung mit persönlichen Erinnerungen und historischen Entwicklungen einlädt.
Die Konferenz wird kuratiert von Birgit Bosold, Tino Heim und Volker Woltersdorff und findet im Schwulen Museum Berlin statt. Der öffentliche Auftakt am 23. Oktober ist für alle Interessierten zugänglich; die weiteren Programmpunkte richten sich an geladene Gäste.

